Seminare Allgemein Grundstufe
  Nr. 2018236  
  Thema Die Pr├╝fung von Risikoaggregationsmethoden  
  Referenten Prof. Dr. Werner Glei├čner  
  Termin 16. Oktober 2018 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr

 
  Seminarort 20099 Hamburg
relexa hotel Bellevue, An der Alster 14
 
  Gebühr 610,00 € für Mitglieder des DIIR
660,00 € für Nichtmitglieder
 
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Die Pr├╝fung von Risikoaggregationsmethoden: Fr├╝herkennung bestandsbedrohender Entwicklungen im Sinne ┬ž91 AktG


Die gem├Ą├č ┬ž91 Absatz 2 Aktiengesetz wesentlichste Anforderung an ein Risikofr├╝herkennungssys-tem besteht darin, ÔÇ×bestandsgef├Ąhrdende EntwicklungenÔÇť fr├╝h zu erkennen. Die ├ťberpr├╝fung des Ri-sikofr├╝herkennungs- und Risikomanagementsystems eines Unternehmens durch die interne Revision (oder einen externen Wirtschaftspr├╝fer) sollte daher insbesondere darauf ausgerichtet sein zu unter-suchen, inwieweit diese zentrale gesetzliche Anforderung erf├╝llt wird. Die im Gesetz genannten ÔÇ×bestandsgef├Ąhrdende EntwicklungenÔÇť sind dabei im Allgemeinen nicht etwa ÔÇ×bestandsgef├Ąhrdende Ri-sikenÔÇť, sondern ergeben sich aus m├Âglichen Kombinationseffekten mehrerer Einzelrisiken. Entspre-chend ist die Methode der Risikoaggregation, die zur Auswertung von Kombinationseffekten der Ein-zelrisiken und der Bestimmung des Gesamtrisikoumfangs eines Unternehmens dient, gerade der zentrale Baustein eines auf die Erf├╝llung der Anforderung des Kontroll- und Transparenzgesetzes (KonTraG) ausgerichteten Risikomanagements. Die entsprechende Anforderung wird auch deutlich bei Betrachtung von Pr├╝fungsstandards, wie dem IDW PS 340: ÔÇ×Die Risikoanalyse beinhaltet eine Beurteilung der Tragweite der erkannten Risiken in Bezug auf Ein-trittswahrscheinlichkeit und quantitative Auswirkungen. Hierzu geh├Ârt auch die Einsch├Ątzung, ob Ein-zelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, sich in ihrem Zusammenwirken oder durch Kumulation im Zeitablauf zu einem bestandsgef├Ąhrdenden Risiko aggregieren k├Ânnen.ÔÇť Zielsetzung des Seminars ist es, Revisoren und Wirtschaftspr├╝fern zu erl├Ąutern, wie Risikoaggregati-onsverfahren beschaffen sein m├╝ssen, um die zentralen gesetzlichen Anforderungen zu erf├╝llen. Da Risiken nicht addierbar sind, erfordert eine sachgerechte Risikoaggregation grunds├Ątzlich den Ein-satz von Simulationsverfahren (Monte-Carlo-Simulation), die eine gro├če risikobedingt m├Âgliche An-zahl von Zukunftsszenarien analysieren (insbesondere im Hinblick auf sich dadurch ergebende ÔÇ×bestandsgef├Ąhrdende EntwicklungenÔÇť, z.B. die Verletzung von Covenants). Um eine Pr├╝fung der Risiko-aggregationsverfahren zu erm├Âglichen, wird im Rahmen des Seminars deshalb erl├Ąutert, wie derarti-ge Risikoaggregationsmodelle aufgebaut sind und wie die entsprechenden Methoden strukturiert im Hinblick auf die Erf├╝llung der gesetzlichen Anforderungen ├╝berpr├╝ft werden k├Ânnen.
 
  Programm
  • Grundlagen: Die gesetzlichen Anforderungen und ihre Implikationen f├╝r das Risikomanagement
    • KonTraG und andere gesetzliche Anforderungen an das Risikomanagement ÔÇô sowie ihre ├Âkonomischen Implikationen
    • Der IDW Pr├╝fungsstandard 340 zu Risikofr├╝herkennungssystemen und seine Implikation f├╝r Risikoquantifizierung und Risikoaggregation
    • Die Risikoaggregation als zentrale Anforderung an ein Risikofr├╝herkennungssystem
    • Ein Reifegradmodell f├╝r das Risikomanagement und IDW PS 981 
  • Grundlagen der Pr├╝fung von Risikomanagementsystemen
    • Pr├╝fstrategien f├╝r das Risikomanagement in der ├ťbersicht
    • Pr├╝fung von Risikomanagementsystemen: Eine strukturierte Vorgehensweise (mit einem Ka-talog von Pr├╝ffragen)
    • Die Pr├╝fung der Risikoaggregationsverfahren im Rahmen einer umfassenden Pr├╝fung von Ri-sikofr├╝herkennung- bzw. Risikomanagementsystemen
  • Was sind ÔÇ×bestandsgef├Ąhrdende Entwicklungen" im Sinne ┬ž91 Absatz 2 Aktiengesetz?
    • Zur Definition des Begriffs ÔÇ×bestandsgef├Ąhrdende Entwicklungen"
    • ├ťberschuldung und Illiquidit├Ąt als Insolvenzursachen
    • Risikodeckungspotenzial, Gesamtrisikoumfang und Risikotragf├Ąhigkeit
    • Covenants, Refinanzierungsrisiken und ÔÇ×ritische" Verletzungen von Ratinganforderungen
    • Implikationen f├╝r die Pr├╝fung von Risikomanagementsystemen 
  • Risikoaggregation und Monte-Carlo-Simulation
    • Grundlagen der Risikoaggregation
    • Risikoquantifizierung und Risikoaggregation mittels Monte-Carlo-Simulation
    • Fallbeispiel: Aufbau eines einfachen Risikoaggregationsmodells mit Excel und der Simulati-onssoftware Crystal Ball
    • Mindestanforderungen an ein Risikoaggregationsverfahren 
  • Pr├╝fung bestehender Risikoaggregationsverfahren
    • Die Pr├╝fung der Risikoaggregation durch die interne Revision
    • Pr├╝fungsschwerpunkte
    • Checkliste mit Pr├╝fkriterien f├╝r das Risikoaggregationsverfahren
    • Empfehlungen f├╝r den praktischen Ablauf der Pr├╝fung der Risikoaggregation
  • Abschlussdiskussionen und Empfehlungen f├╝r die Praxis der Revisionst├Ątigkeit
 
  Teilnehmerkreis Revisoren, Wirtschaftspr├╝fer, Risikomanager, Controller  
  Seminarort Bitte beachten Sie folgende Informationen:
  • Wir bitten Sie, Ihre Zimmerbuchung selbst vorzunehmen.
  • Teilnahmegeb├╝hr einschlie├člich Seminardokumentation (digital), Pausengetr├Ąnken und Mittagessen (Seminaranteil nach ┬ž4 Nr. 22 UStG umsatzsteuerfrei, Verpflegungsanteil zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer).