Die neuen „EBA Draft Guidelines on the sound management of third-party risk“ werden die bisherigen Outsourcing-Guidelines (EBA/GL/2019/02) ablösen und erweitern den Fokus auf alle Drittparteien. Die Konsultationsfrist endete am 8. Oktober 2025, die finale Veröffentlichung wird für Q1 2026 erwartet. Eine Übergangsfrist von 6–12 Monaten ist üblich. Im Zentrum steht ein funktionsbasierter, risikoorientierter Steuerungsansatz – unabhängig vom Auslagerungsstatus. Registerführung, Risikobewertung und Vertragsgestaltung müssen strategisch neu gedacht werden. Die Guidelines sind eng mit DORA verzahnt und harmonisieren dessen Anforderungen. Auch für weniger bedeutende Institute (LSIs) entsteht ein maßgeblicher Prüfrahmen. Ein frühzeitiger Projektstart ist essenziell, um Governance-Strukturen anzupassen und Umsetzungslücken zu schließen.