Die Interne Revision spielt eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsleistungen, und das unter Berücksichtigung höchster Standards der Integrität und des ethischen Verhaltens. Die IIA Global Standards geben klare Richtlinien vor, wie Revisoren diese ethischen Standards einhalten sollen; die Realität sieht jedoch oft anders aus. Revisoren bewegen sich häufig in Grauzonen und können bei ihren Entscheidungen mit ethischen Fallstricken konfrontiert werden. Einer der Gründe hierfür ist „ethische Blindheit“ – das Richtige zu tun mag in der Theorie einfach klingen, aber in der Praxis kann unser ethisches Urteilsvermögen durch die Umstände „getrübt“ werden.
Anhand konkreter Praxisbeispiele vermittelt dieses Seminar ein Verständnis für die Risiken und Herausforderungen der „ethischen Blindheit“, und gibt einen kurzen Überblick über die ethischen Anforderungen der Standards. Es werden vier Ansätze diskutiert, die Revisoren helfen können, das Risiko zu reduzieren: Voreingenommenheit erkennen, ethischen „Anwalt des Teufels“ spielen, Selbstwahrnehmung, sowie der Einfluss, den die von uns geschaffene Kultur ausübt.