Nach den ersten Prüfungen sieht die Revisionsarbeit oft anders aus als in der Grundlagenschulung. Die Risikoeinschätzung in der Prüfungsplanung fällt schwerer als gedacht. Geprüfte Bereiche liefern Unterlagen nur zögerlich. Bei einer Feststellung ist unklar, wie wesentlich sie ist. Oder vereinbarte Maßnahmen werden nicht fristgerecht umgesetzt. Solche Situationen gehören zum Revisionsalltag, und an ihnen lässt sich am meisten lernen.
Der Praxisreflexionstag bietet Ihnen den Raum, Ihre ersten Prüfungserfahrungen gemeinsam mit anderen Berufseinsteigenden zu reflektieren. Grundlage sind Situationen, die Sie und die anderen Teilnehmenden aus ihrer Prüfungspraxis mitbringen. Die Seminarleitung bündelt sie zu vier Praxisfällen entlang des Prüfungsprozesses, von der Vorbereitung über die Durchführung und die Prüfungsergebnisse bis zur Nachkontrolle. In kleinen Gruppen entwickeln Sie Lösungswege und vergleichen sie miteinander. Die erfahrene Seminarleitung ordnet sie anschließend fachlich ein, auch mit Bezügen zu den Standards.
So bringen Sie sich ein: Etwa drei Wochen vor dem Seminar schildern Sie in wenigen Sätzen eine Prüfungssituation, zu der Sie sich Anregungen wünschen. Ein kurzes Formular führt Sie durch die Schilderung. Gerade diese Situationen aus der Praxis der Teilnehmenden machen den Tag lebendig und praxisnah.
Vertraulichkeit hat Vorrang, wie in der Revision selbstverständlich. Sie reichen keine Namen, Prüfungsberichte oder Arbeitspapiere ein. Die Seminarleitung formuliert die Fälle so neu, dass sie keiner Organisation zuzuordnen sind. Das Seminar wird nicht aufgezeichnet.